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Dr. Tina Mandel
September 27, 2021
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Die 6 Zahn-Vorsätze für mehr Wohlbefinden

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min Lesezeit
Zahn-Hacks

Das kannst du erfahren

In diesem Artikel gebe ich dir die 6 Vorsätze an die Hand, die am wichtigsten sind, um im kommenden Jahr deine Zahn- und allgemeine Gesundheit zu verbessern.

Ist es wirklich schon wieder Zeit?

Puh, schon wieder ein Jahr um. Es wird mal wieder Zeit für die guten Vorsätze. Machst du welche? Ich schon. Wie bei vermutlich jedem haben auch meine Vorsätze etwas mit “mehr Gesundheit” zu tun. Wenn du dir denkst “ich würde gerne gesünder und fitter werden”, dann sind meine 6 Zahn-Vorsätze genau das Richtige für dich. Denn, wie heißt es so schön: Gesund beginnt im Mund. Und umgekehrt: Zahn- und Mundkrankheiten beeinträchtigen die allgemeine Gesundheit und Fitness  maßgeblich!

Also, was gibt es für gesündere Zähne dieses Jahr zu beachten?

1. Kauf eine elektrische Zahnbürste

Bist du noch der Handputzer? Und du denkst, dass du mit der Handzahnbürste genauso gut putzt? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die Statistik (und auch meine Erfahrung mit Patienten) zeigt die Überlegenheit von elektrischen Zahnbürsten gegenüber Handzahnbürsten jedenfalls deutlich.

Die Zähne werden mit dem gleichen Putzaufwand einfach sauberer, entzündetes Zahnfleisch gibt es wesentlich seltener. Das liegt daran, dass man mit einer Handzahnbürste eine sehr genaue (und komplizierte) Putztechnik einhalten muss, um die gleichen Ergebnisse wie mit einer elektrischen Zahnbürste zu erreichen.

Die elektrische Zahnbürste nimmt einem die ganze Arbeit ab. Also warum das Leben schwer machen?

2. Benutz täglich Zahnseide

Ok, ich geb’s zu. Dieser Punkt nervt. Ich habe lange überlegt, ob ich mich wirklich schon beim zweiten Punkt unbeliebt machen soll. 🤔 Aber der Punkt ist leider einfach zu wichtig!

Warum? Wusstest du, dass der Bereich in deinen Zahnzwischenräumen ein Drittel deiner Zahnoberflächen ausmacht? Und da kommst du auch mit der besten Zahnbürste nicht hin. Da hilft nur Zahnseide (ok, Zahnzwischenraumbürstchen tun es auch).

Wenn du darauf also verzichtest, putzt du ein ganzes Drittel deiner Zahnoberflächen gar nicht. By the way: 59% der Deutschen benutzen keine Zahnseide. Falls du dazu gehörst, hast du nun Grund genug, das zu ändern. 😀

3. Lang und gründlich genug Zähne putzen

Es ist auch gemein. Immer, wenn man Zähne putzen muss, ist man noch halb verschlafen oder müde. Da sind selbst 2 Minuten zu viel. Die Deutschen putzen im Schnitt nur 30 bis 60 Sekunden.

Man könnte ja denken, wenn man jeden Zahn einmal durch hat, ist das schon ok? Studien zeigen, dass eine zweiminütige Reinigungszeit effektiver ist gegenüber einer einminütigen. Das Erstaunliche ist jetzt aber: Drei Minuten Putzen (oder mehr) sind nicht mehr eindeutig besser als zwei Minuten. Hier spielt es nämlich dann eine Rolle, wie gut jemand putzt.

Eine Empfehlung für eine exakte Zeitdauer bleibt also den individuellen Unterschieden geschuldet. Man fährt aber gut damit, sich an 2 Minuten zu halten und darauf zu achten, dass man keine Bereiche im Mund ignoriert.

Bei meinen Patienten sehe ich oft, dass auch gute Putzer so genannte “Blind Spots” haben, also Bereiche, die wenig geputzt werden. Das ist oft im Seitenzahnbereich unten auf der Zungenseite oder oben auf der Wangenseite.

4. Mit dem Rauchen aufhören

Dass Rauchen schlecht für die ganze Gesundheit ist, muss ich keinem mehr erzählen. Aber um dir klarzumachen, wie vorteilhaft es für die Zähne ist, mit dem Rauchen aufzuhören, möchte ich dir ein paar Zahlen nennen:

Zahnverlust:

In einer großen Studie hatten Raucher ein bis zu 3,5-fach erhöhtes Risiko, ihre Zähne vorzeitig zu verlieren. Dies war sogar unabhängig von anderen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Diabetes. Die gute Nachricht ist, dass Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, dieses Risiko bereits nach kurzer Zeit wieder verringern können und auch wieder auf das einer Person senken kann, die niemals geraucht hat. Letzteres kann jedoch 10 Jahre dauern.

Parodontitis:

Aber die Zahn-Leidensgeschichte von Rauchern fängt ja nicht mit dem Zahnverlust an. Raucher verlieren ihre Zähne in der Regel früher, weil sie stärker unter Parodontitis, also einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates, leiden.

Das Risiko, für Raucher daran zu erkranken, ist bis zu 15 Mal höher als bei Nichtrauchern. Außerdem tritt hier die Krankheit wesentlich aggressiver auf. Raucher haben also wesentlich mehr Probleme mit Zahnfleisch- und Knochenrückgang, Zahnfleischbluten, Schmerzen und wackelnden Zähnen.

Übrigens: Eine Parodontitis hat immense negative Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit. Es ist eine chronische Entzündung mit einer hohen Bakterienlast. Das Immunsystem ist stark belastet, was zu einer Infektanfälligkeit und Schlappheit führt. Daneben haben Parodontitis-Erkrankte ein doppelt so hohes Risiko, Herzerkrankungen wie einen Herzinfarkt zu bekommen.

Erschreckend, oder? 😓

5. Weniger Zucker

Wenn ich meinen Patienten mitteile, dass sie Karies haben, ist die Reaktion oft “aber ich putze meine Zähne doch so gut! Das ist angeboren!”. Es stimmt, viele Putzen ihre Zähne gut und bekommen trotzdem Karies. Das hat aber den einfachen Grund, dass ihre Ernährung eine immense Rolle für die Zahngesundheit spielt. Und Zähneputzen kann nicht alles wett machen.

Zucker ist der Hauptfaktor für die Kariesentstehung. Ohne Zucker, kein Karies. Thats’s easy. Naja, wenn das Weglassen von Süßigkeiten so einfach wäre!

Dafür habe ich auch einen Trick für dich: Wenn das Naschen doch mal sein muss, dann iss das Süße zu oder direkt nach den Hauptmahlzeiten. Das hat nicht so einen negativen Effekt auf die Zähne wie das “immer wieder zwischendurch”-Naschen. Willst du wissen, warum das so ist? Das erkläre ich dir in dem Artikel 5 Wege deine Zähne zu stärken.

By the way: Wenn du denkst, du isst kein Zucker, achte auf die verarbeiteten Lebensmittel und Getränke, die du zu dir nimmst. Es ist erschreckend, wie viel Zucker da drin verarbeitet ist.

6. Check-up beim Zahnarzt zwei Mal im Jahr

Findest du überbewertet? Weil du ja merkst, wenn etwas mit deinen Zähnen nicht stimmt? In der Zahnheilkunde gibt es leider viele Krankheiten, die gar keine Schmerzen machen beziehungsweise erst Schmerzen bereiten, wenn sie weit fortgeschritten sind. Zwei Beispiele:

  1. Eine chronische Zahnnerventzündung kann vollständig ohne Beschwerden entstehen. Wenn es nicht rechtzeitig vom Zahnarzt gefunden wird, kann urplötzlich eine dicke Backe mit Fieber und allem, was dazugehört, auftreten.
  2. Karies macht erst Schmerzen, wenn sie schon so groß ist, dass sie nah am Zahnnerv ist. Und dann muss meist eine Wurzelkanalbehandlung gemacht werden, um den Zahn zu retten. Hätte es der Zahnarzt vorher gesehen, wäre das Problem mit einer kleinen Füllung schnell gelöst gewesen.


Ich wünsch dir viel Erfolg beim Umsetzen und natürlich ein frohes neues Jahr! 🥳😊

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Willst du vielleicht nicht nur gesündere, sondern auch weißere Zähne haben? Dann lies doch diesen Artikel zur Zahnaufhellung! 😊

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